Für Frauen, die viel tragen, viel denken und sich selbst manchmal irgendwo verlieren
Es gibt Tage, da merke ich erst beim Yoga, wie angespannt ich eigentlich bin.
Lange dachte ich, erschöpft sein bedeutet, irgendwann einfach nicht mehr zu können.
Sich krank zu fühlen.
Zusammenzubrechen.
Offensichtlich überlastet zu sein.
Heute glaube ich, dass Erschöpfung oft viel leiser beginnt.
Sie versteckt sich zwischen Alltag, Verantwortung und diesem ständigen „Ich mach nur noch schnell…“.
Und gerade wir Frauen sind oft unglaublich gut darin, darüber hinwegzugehen.
Wir funktionieren einfach weiter.
Wir organisieren.
Denken an alles.
Kümmern uns.
Arbeiten Dinge ab.
Halten durch.
Und selbst in den Momenten, in denen eigentlich Pause wäre, läuft innerlich oft weiter eine Liste.
Ich kenne das selbst sehr gut.
Auch ich vergesse meine Pausen manchmal.
Auch ich denke oft erst an alles andere.
Und manchmal merke ich erst beim Yoga, wie angespannt ich eigentlich die ganze Zeit war.
Dann sitze ich auf der Matte und plötzlich fällt mir auf, dass ich meinen Kiefer fest zusammenpresse.
Dass meine Schultern längst hochgezogen sind.
Dass ich zwar den ganzen Tag funktioniert habe — aber mich selbst eigentlich gar nicht gespürt habe.
Und ich glaube, genau das passiert vielen Frauen mitten im Leben.
Wir sind so beschäftigt mit allem, was gebraucht wird, dass wir irgendwann kaum noch merken, was wir selbst eigentlich brauchen.
Nicht, weil wir schwach sind.
Sondern weil wir uns daran gewöhnt haben, uns selbst ständig hinten anzustellen.
Ich glaube auch nicht, dass die meisten Frauen wirklich noch mehr Tipps brauchen.
Noch eine Morgenroutine.
Noch eine Methode.
Noch einen Anspruch, wie man entspannter, bewusster oder besser für sich sorgen sollte.
Ich glaube, viele sehnen sich eigentlich nach etwas ganz anderem.
Nach weniger Druck.
Nach einem Ort, an dem man nicht funktionieren muss.
Nach einem Moment, in dem niemand etwas von einem will.
Und genau deshalb bedeutet Yoga für mich persönlich inzwischen auch etwas anderes als früher.
Nicht höher.
Nicht beweglicher.
Nicht perfekter.
Sondern ehrlicher.
Yoga ist für mich oft einfach dieser kleine Moment, in dem ich merke:
„Ah… so geht es mir eigentlich gerade.“
Manchmal tut das gut.
Manchmal macht es mich traurig.
Manchmal merke ich erst dort, wie müde ich wirklich bin.
Und gleichzeitig liegt genau darin auch etwas unglaublich Wohltuendes.
Nicht immer stark sein zu müssen.
Nicht alles wegzudrücken.
Nicht ständig über sich selbst hinwegzugehen.
Ich glaube, viele Frauen haben verlernt, sich selbst rechtzeitig wahrzunehmen.
Wir reagieren oft erst, wenn der Körper laut wird. Wenn Schlafprobleme kommen. Innere Unruhe. Gereiztheit. Erschöpfung. Verspannungen, die plötzlich „einfach da“ sind.
Dabei war der Körper wahrscheinlich schon lange vorher da und hat versucht, leise mit uns zu sprechen.
Vielleicht brauchen wir manchmal gar nicht sofort die große Veränderung.
Vielleicht reicht es erstmal, wieder kleine Momente zuzulassen.
Ein paar bewusste Atemzüge.
Sich kurz strecken.
Sich hinsetzen, ohne direkt wieder etwas erledigen zu müssen.
Nicht, um sofort ein neuer Mensch zu werden.
Sondern einfach, um sich selbst wieder ein kleines Stück näherzukommen.
Und vielleicht ist genau das etwas, das wir Frauen viel öfter brauchen:
Nicht noch mehr Selbstoptimierung.
Sondern mehr liebevolle Ehrlichkeit mit uns selbst.
Mehr kleine Pausen ohne schlechtes Gewissen.
Mehr Momente, in denen wir nicht nur funktionieren — sondern uns selbst wieder fühlen.
Und vielleicht musst du dafür gar nicht erst ruhiger werden, beweglicher oder "bereit genug" sein.
Vielleicht reicht es, einfach mal loszugehen.
Wenn du Yoga ohne Druck, ohne Vergeleiche und einfach mitten im echten Leben ausprobieren möchtest - dann komm gerne mit.
Du bist herzlich willkommen. Schreib mir einfach eine Nachricht.
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